Internationaler Schülerstreik für das Klima in Linz

KORRESPONDENZ

Im Folgenden veröffentlichen wir eine weitere Korrespondenz vom letzten internationalen Klimastreik, diesmal aus Linz:

[Korrespondenz von der Demo in Wien findet ihr hier: Schülerstreik Wien]


Natürlich hat Klimawandel was mit Politik zu tun!

Der vergangene internationale SchülerInnenstreik für das Klima war auch in Linz wieder sehr groß. Es gab eine lebendige und teilweise auch sehr kämpferisch Demonstration, an der sich zwischen zwei und drei tausend Leute beteiligten!

Es gab viele Diskussionen, besonders was den Zusammenhang zwischen Kapitalismus und Klima betrifft. Die Leitung der Demonstration wollte aber klar jeglichen eigenständigen politischen Inhalt aus der „Friday for Future“ Demo nehmen und wehrte sich dagegen, dass antikapitalistische Positionen in den Protest getragen wurden. Aber natürlich hat der Klimawandel was mit dem Kapitalismus zu tun. Es sind diese Produktionsverhältnisse die dafür verantwortlich sind, und nicht „wir Menschen“ alleine, so wie es uns von den Herrschenden immer eingeredet wird!

Wie in Wien griffen die Demo-Ordner auch in Linz antifaschistische AktivistInnen an und versuchten ihnen das Tragen von ihren Fahnen zu verbieten! Mit der sehr plumpen Begründung: „Es ginge um das Klima, nicht um Politik oder Antifaschismus“. Alleine diese Aussage war für die AktivistInnen Grund genug die Fahnen noch vehementer zu verteidigen und noch kräftiger ihre Parolen für Klimaschutz und gegen Kapitalismus zu verbreiten.

Dabei fiel besonders auf, dass die Demo-Leitung nur gegen antifaschistische Fahnen, nicht aber gegen EU- Fahnen, oder Schilder der „Grünen“ die getragen wurden vorging. Was jedoch auch nicht verwundert, wurde immerhin auch Wahlwerbung gemacht – vom Grünen Politiker Rudi Anschober. Nebenbei bemerkt sitzen die Grünen auch in der selben Stadtregierung, welche ein umweltschädliches Projekt nach dem anderen umsetzt, wie beispielsweise den Bau des West-Ringes.

Durch die Demoleitung wurde versucht berechtigte Kritik am Kapitalismus zu verbieten, während Vertreter des Kapitals ohne Probleme ihre Wahlwerbung betreiben konnten!

Das war ein feiger Vorstoß gegen alle SchülerInnen, sie sich politisch engagieren wollen! Zuerst wurde von Seiten der Landesschulräte, der Direktoren usw. Druck gemacht und uns mit Fehlstunden gedroht, und dann wollte man uns auf der Demo mundtot machen! Viele SchülerInnen schlossen sich dadurch auf der Demonstration noch enger zusammen, denn auch wenn wir in manchen Punkten (z.B. was die EU betrifft) nicht einig waren, so waren wir uns einig, unser Recht auf eigenständige politische Betätigung zu verteidigen!

Die Herrschenden haben klar gezeigt, dass es ihr Ziel ist, diese Bewegung für ihre eigenen Interessen zu nutzen! Zahlreiche SchülerInnen und AktivistInnen haben aber genauso deutlich gezeigt, dass sie sich das nicht gefallen lassen!

„Glaubt die Lügen der Ausbeuter nicht Rebellion ist gerechtfertigt!“

Michael und Sarah, SchülerInnen aus Linz

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