Kraftvolle Demonstration gegen das Ustaša-Treffen in Bleiburg/Pliberk

Am 18. Mai versammelten sich wieder tausende Ustašafaschisten aus Europa um ihrem Mythos vom angeblichen Massaker am Loibacher Feld zu gedenken. Jahrelanger hartnäckiger Widerstand und Protest von AntifaschistInnen hat dazu geführt, dass heuer tausende Faschisten weniger aufmarschierten als letztes Jahr. Dieser Erfolg zeigte sich auch an der Stimmung innerhalb der Gegenproteste, die teilweise sehr kämpferisch und insgesamt kraftvoll und entschlossen war, dieses Treffen ein für alle Mal zu verhindern.

Insgesamt gab es drei Gegenproteste mit zwei Kundgebungen und einer Demo. Die Demo war der kraftvollste und klarste Ausdruck dafür zu kämpfen, das Treffen zu verhindern. Es kamen ca. 150 AntifaschistInnen zusammen, darunter auch die kärtnerslowenische Bevölkerung aus der Umgebung, AntifaschistInnen und RevolutionärInnen aus Kroatien, Serbien und Österreich. Die Stimmung war sehr lebendig und trug einen internationalistischen Geist, der durch Parolen auf serbo-kroatisch und deutsch Ausdruck fand. Wie zum Beispiel „Uastaše i cetnici, zajedno ste bježali“ (Ustaša und Četniks, ihr seid zusammen geflohen) und „Smrt Fašizmu, sloboda Narodu“ (Tod dem Faschismus, Freiheit dem Volk), wie auch „Hoch die internationale Solidarität!“ wurden sehr oft gerufen.

Es war ein sehr guter Ausdruck des Internationalismus, dass AntifaschistInnen und RevolutionärInnen aus Österreich Schulter an Schulter mit den antifaschistischen Kräften aus dem ehemaligen Jugoslawien gegen den Faschismus stehen. In Diskussionen, aber auch Redebeiträgen wurde aufgezeigt, dass der Kampf gegen den Faschismus nicht nur historisch hochzuhalten ist, sondern auch heute geführt und entwickelt werden muss und so wurde auch eine Verbindung zu der kommenden EU-Wahl hergestellt. Die Bevölkerungen des ehemaligen Jugoslawien haben das kriegstreiberische und faschistische Gesicht der EU bei der Bombardierung und Zerstückelung Jugoslawiens gesehen, wie auch die Ausbeutung, die nun mit der „EU-Osterweiterung“ vorangetrieben werden soll. Dazu braucht es vor allem von den kämpferischen AntifaschistInnen in Österreich einen klaren internationalistischen Standpunkt, der auf der Demonstration einen lebendigen Ausdruck fand. Ein Aktivist sagte: „Wir waren zwar nur ca. 150 Leute, aber dafür stand im Vordergrund der Demonstration ein kämpferischer und internationalistischer Standpunkt! Die kämpferischen AntifaschistInnen haben gezeigt, dass wir uns organisieren und kämpfen müssen und dass dieser Kampf verbunden ist mit dem Kampf gegen das Kapital und gegen den Chauvinismus!“

Die AntifaschistInnen müssen auf die guten Erfahrungen und Errungenschaften der diesjährigen Proteste gegen das Ustaša-Treffen aufbauen und diese weiterführen! So wird es gelingen noch weitere Schritte zu machen und im gemeinsamen Kampf der AntifaschistInnen Siege zu erringen!

Hoch die Internationale Solidarität!

Hoch die PartisanInnen!

Smrt Fašizmu, sloboda Narodu!

Tod dem Faschismus! Freiheit dem Volk!

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