Klimaprotest: Wer zerstört die Umwelt?

Wir haben von einem Aktivisten der Klimaproteste eine Korrespondenz vom Klimaprotest, der vergangenen Freitag in Wien stattfand, zugeschickt bekommen. Wir veröffentlichen ihn gerne für unsere LeserInnen!

Beim großen Klimaprotest am Freitag hat auch das Wetter mitgestreikt. Doch trotz des Regens ließen sich die Leute nicht beirren. Schon zu Beginn der Demo wurde lebhaft diskutiert, die Stimmung war sehr gut.

Die Demo fand im Rahmen der internationalen Streikbewegung* der SchülerInnen statt, die jeden Freitag stattfindet. Die zehlreichen SchülerInnen die am Klimaprotest teilnahmen verliehen der Demonstration einen sehr lebendigen Ausdruck. Von Anfang an wurde laut geschrien und gepfiffen. Viele selbstgebastelte Schilder und Transparente wurden mitgetragen, mit Losungen wie „There is no planet B!“ und „Wenn die Welt eine Bank wäre hättet ihr sie schon längst gerettet!“ Die SchülerInnen brachten sehr deutlich ihre Wut zum Ausdruck.

Eine Gruppe von kämpferischen AktivistInnen fiel auf, die auf der Demonstration ein Transparent anfertigten. Auf dem war zu lesen „Keinen dritte Piste in Schwechat! Wehrt euch und kämpft!“ Das stieß bei den Umstehenden, besonders bei den SchülerInnen auf große Zustimmung. Vor allem ist bei dem Protest ein Flugblatt des „Rot Front Kollektivs“ aufgefallen, mit dem Titel „Kampf für das Klima heißt Kampf dem Kapital“, das eine gute Orientierung für weitere Schritte in den Klimaprotesten und SchülerInnenstreiks gibt!

Klima 5

Und als die Demo los ging schallten gleich von Beginn an laut Sprechchöre durch die Mariahilfer Straße: „Wessen Zukunft? Unsere Zukunft!“ Parolen wie „Hoch die internationale Solidarität!“ wurden angestimmt, um zu zeigen, dass die Zerstörung der Umwelt vor allem die Mehrheit der Menschheit in der sogenannten „3. Welt“ trifft, welche aber nicht daran Schuld sind.

Große Teile der Demonstration zeigten klar und deutlich, das für die Umweltzerstörung nicht die Bevölkerung verantwortlich gemacht werden kann. Diejenigen, die sie aber immer weiter vorantreiben sind Chefs, großen Konzerne und die Regierungen – kurz: Das Kapital zerstört die Umwelt und das Klima! Deshalb ist es für uns wichtig, nicht darauf zu hoffen, dass die Politiker, die nur die Interessen der Herrschenden verfolgen unseren Protest anführen werden. Wir müssen in die eigene Kraft vertrauen und uns selber organisieren!

*Der Streik ist bei den SchülerInnen als Protestform zu verstehen, nicht als Streik im eigentlichen Sinne der die Lehmlegung der Produktion (oder Teilen davon) bedeutet.

Gregor K.

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