Proteste gegen den EU-Afrika Gipfel

EU: Hände weg von Afrika!

Der vom österreichischen Bundeskanzler Kurz initiierte EU-Afrika-Gipfel wurde von verschiedenen Protesten kämpferischer Antiimperialisten, sowie AktivistInnen aus den Reihen der afrikanischen Emigration begleitet. Gerade weil diesem Thema sowohl in der bürgerlichen Medienlandschaft, als auch in breiten Teilen der liberalen Linken so wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird, ist dieser Protest besonders hervorzuheben: Als starkes Zeichen der internationalen Solidarität und der gemeinsamen Aktion europäischer und afrikanischer AktivistInnen gegen die imperialistische Ausplünderung und Zerstörung des afrikanischen Kontinents.

Am Montag Abend fand eine sehr kraftvolle Demonstration statt, die von der Parole „EU:Hände weg von Afrika!“ dominiert wurde, was vor allem durch die Losung „EU, China, USA – Hände weg von Afrika!“ immer wieder zum Ausdruck gebracht wurde. Das „Bündnis gegen die Ausplünderung Afrikas“, und besonders die in ihm vertretenen antiimperialistischen Kräfte verliehen der Demonstration mit viel Initiative und klaren Parolen einen lebendigen und kämpferischen Ausdruck, der auch viele PassantInnen anzog! Für besonders gut halten wir es, dass eine Demonstration zustandegekommen ist obwohl in den letzten Tagen und Wochen sehr viel politische Aktivitäten stattfanden und eine Demonstration auf die nächste folgte. Wie wir erfahen haben, war außerdem die Durchführung der Demonstration auch durch unsolidarische Verhaltensweisen im Bündnis selbst kurzfristig durchaus in Frage gestellt. Trotz all dieser Umstände sammelten sich jedoch über 150 Leute, die gemeinsam gegen die imperialistische Ausbeutung Afrikas auf die Straße gingen. Nachdem von Antiimperialisten bis zum Schluss konsequent auf der Demonstration bestanden wurde, kam diese zustande und war ein starkes Zeichen gegen Chauvinismus und Passivität in dieser Frage!

Am Dienstag Vormittag gab es eine Aktion von migrantischen AktivistInnen aus dem Kongo, die sich gegen den Gipfel, und besonders den Präsidenten Paul Kagame aus Ruanda richteten und ihn gerechtfertigt als „Mörder und Kinderschänder“ bezeichneten. Sie machten darauf aufmerksam, dass beispielsweise die im sogenannten „Westen“ so selbstverständlich benutzten Smartphones mit dem Blut des kongolesischen Volkes bezahlt werden, und dabei die EU einer der wichtigsten Blutsauger ist. Auch bei dieser Aktion wurde Einheit zwischen den AktivistInnen aus dem Kongo und antiimperialistischen AktivistInnen aus Österrich hergestellt – eine wichtiger Schritt innerhalb gemeinsamer Proteste und Kämpfe.

Ein antiimperialistischer Aktivist meinte zu diesem Protest: „Das heute war nicht irgendeine Demo wie sie es ein paar mal in der Woche gibt. Es war eine besondere Demo weil sie zeigt, dass gerade nach einer Großdemonstration wie dieses Wochenende, die Ausbeutung Afrikas nicht einfach in den Hintergrund geschoben werden darf, sondern klar gemacht werden muss: Der Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung wird überall auf der Welt geführt. Wir hier in Österreich kämpfen nicht nur für unsere Anliegen, wir kämpfen auch gegen die Unterdrückung Afrikas durch „unsere“ Länder!“

Bildgalerie zur Demo gegen den EU-Afrika Gipfel

 

Bildgalerie der Protestaktion gegen Paul Kagame (Präsident von Ruanda) und den Genozid in Ruanda und im Kongo

 

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