Donnerstags-Korrespondenz

Im Folgenden veröffentlichen wir zwei Korrespondenzen der vergangegen Donnerstagsdemos in Linz und Wien:

LINZ: Erfolgreiche zweite Donnerstagsdemonstration

„Am 13.12. gab es die zweite Donnerstagdemo in Linz. Es beteiligten sich ca 2.000 Menschen. Ein Block stach besonders hervor, ein antifaschistischer Block mit seiner kämpferischen Stimmung. Parolen wie „Das Kapital hat viele Farben, ihnen allen den Kampf ansagen!“ und „Glaubt den Lügen der Ausbeuter nicht, Rebellion ist gerechtfertigt!“ wurden lautstark in die weiteren Reihen der Demonstration getragen. Besonders auffallend in diesem Block war der extrem hohe Frauen- und Jugendanteil. Die Stimmung war sehr mitreißend, sodass die Parolen auch von den Passanten in der Einkaufsstraße mitgetragen wurden.

Die Bereitschaft der ArbeiterInnen, MigrantInnen und SchülerInnen zu kämpfen ist groß! Schließen wir uns zusammen! Wehren wir uns und kämpfen wir weiter gegen die Angriffe der Regierung!

Das Kapital hat viele Farben, ihnen allen den Kampf ansagen! Glaubt den Lügen der Ausbeuter nicht, Rebellion ist gerechtfertigt!

N., Aktivistin, 16 Jahre, aus Linz

 

WIEN: Auf dem Weg zur Großdemo gegen Schwarz-Blau!

„Diesen Donnerstag wurde wieder demonstriert! Die Demo führte diesmal durch eine sehr gut ausgewählte Route, nämlich durch den 16. Bezirk Ottakring. Dieser Bezirk ist als MigrantInnen und ArbeiterInnenbezirk bekannt, also genau die Menschen, die am meisten von den Angriffen der schwarz-blauen Regierung betroffen sind. Deshalb war es von besonderer Wichtigkeit an diesem Tag laut und kämpferisch aufzutreten!

Trotz Kälte waren wieder tausende Menschen auf der Straße. Obwohl durchgehend versucht wurde Partystimmung zu machen, wurde sehr viel über hochaktuelle Themen diskutiert, was auch damit zu tun hatte dass Flugblätter zu einem ArbeiterInnenstammtisch verteilt wurden, die für mehr und größere Streiks, zu einen organisierten Kampf gegen den 12 Stunden Tag, aber natürlich auch zur Großdemo gegen Schwarz-Blau am Samstag aufriefen. Es wurden auch zahlreiche Flugblätter verteilt, die zur Demo gegen den EU-Afrika Gipfel aufrief. Obwohl Afrika immer der erste Begriff in Sache Ausplünderung und Unterdrückung weltweit ist, wussten viele nicht, dass es eine Demo am Montag gibt. Doch das änderte sich geschwind. Mehrere Interessierte schnappten sich die Flugblätter und nahmen gleich mehrere mit, um sie an Bekannte und FreundInnen zu verteilen.

Viele DemonstrantInnen hielten eine kämpferische Haltung hoch und verbreiteten Parolen über den ganzen Demozug! „Alerta! Alerta! Antifascista!“, „Hoch die internationale Solidarität!“ Im schnellen Schritte marschierte ein Block, der mehrmals Bengalen anzündete und die eisige Luft in Flammen setzte.

Auf der Thaliastraße solidarisierten sich auch mehrere ZuschauerInnen und BewohnerInnen. Es wurden auch mehrmals Feuerwerke gezündet, die den Nachthimmel erhellten. Eine Gruppe entschloss sogar ein Transparent mit der Aufschrift „Ottakring bleibt Rot“ aus einem Balkon zu hängen, eine Aktion die sie mit Bengalen und Musik begleiteten. Das gab der Demo einen weiteren Aufschwung.

Am Yppenplatz wieder angekommen, ließen die DemonstrantInnen nicht nach. Es wurde eifrig verteilt und weiter diskutiert. Die versammelten Personen zeigten den Charakter, der die Donnerstagsdemos immer weiter definiert, nämlich einen kämpferischen! Die Menschen gehen auf die Straßen nicht um Spaß zu haben, denn das können sie woanders auch. Sie gehen auf die Straße, um zu zeigen, dass es reicht, dass es kein Vertrauen mehr in dieses verfaulte System gibt, ein System, das uns alle nur weiter ausplündert und weiter unterdrückt. Den DemonstrantInnen, aber auch vielen anderen die nicht immer teilnehmen können, wird immer klarer, dass sie selber die Sache anpacken müssen, gemeinsam und in die eigene Kraft vertrauend! Die Energie und die Haltung, die sich immer weiter aus den Donnerstagsdemos herauskristallisiert hat, muss in die Großdemo am Samstag rein- und mitgetragen werden!

Das ist keine Spaßdemo! ArbeiterInnen, StudentInnen, SchülerInnen, MigrantInnen! Kämpft für eure Rechte! Lasst euch das nicht länger gefallen! Gehen wir gemeinsam zur Demo und zeigen wir den Herrschenden, den elenden Kapitalisten, was wir von ihnen und ihrer SCHEISSPOLITIK halten!

Nieder mit Schwarz-Blau und Kapital!

Alles ist Blendwerk außer der Macht, vertraut in die eigene Kraft!

Hinter dem Faschismus steht das Kapital, der Kampf um Befreiung ist international! “

Claudio H., Aktivist aus Wien

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