Donnerstagsdemo in Solidarität mit den MetallarbeiterInnen

Auch wenn die Kollektivvertrags-Verhandlungen nun schon zu einem Abschluss gekommen sind und wie zu erwarten war die Gewerkschaftsspitze einen faulen Kompromiss ausgehandelt hat, wollen wir einen Nachtrag von der vergangenen Donnerstagsdemo veröffentlichen den wir zugeschickt bekommen haben. Auf der Demo haben sich tausende AntifaschistInnen, und besonders die kämpferischen Teile unter ihnen, mit den streikenden und kämpfenden MetallarbeiterInnen solidarisiert. Dass die Gewerkschaftsführung die Rücknahme des 12 Stunden Tages und der 60 Stunden Woche nicht einmal zur Verhandlung gestellt hat spricht Bände. Auch eine 3,5 Prozent „erhöhung“ der Löhne entspricht bei weitem nicht dem was erreicht hätte werden können und dem realen Anstieg der Lebenserhaltungskosten. Wie auch in den antifaschistischen Protesten zeigt sich auch im gewerkschaftlichen Kampf einmal mehr: Wir müssen in unsere eigene Kraft vertrauen und für unsere Forderungen und Interessen selbstständig kämpfen. Deshalb begrüßen wir ganz besonders die Aktionen die am vergangenen Donnerstag in Solidarität mit den MetallarbeiterInnen gemacht wurden und sind fest davon überzeut, dass diese auch am kommenden Donnerstag wieder einen Ausdruck finden werden.

Eure „AfA“ Redaktion.

Wir veröffentlichen ein paar Ausschnitte eines Berichtes der uns von einem kämpferisch antifaschistischen Aktivisten zugeschickt wurde:

„Die Demo fing vor dem Parlament an, wo einige Reden gehalten wurden. Sie bewegte sich zum Karlsplatz und dann über die Wiedner Haupstraße zur Zentrale der WKO, ein Zwischenstopp, der eingelegt wurde, um sich mit den streikenden Metallarbeitern zu solidarisieren. Von dort ging es dann weiter zum Sieben-Brunnen-Platz, wo die Demo endete. Es gab ein paar Höhepunkte, wie die zahlreichen Bengalen, die auch vor der WKO Zentrale gezündet wurden, um der Solidarität mit den Metallern (nicht aber mit der ÖGB Führung!) einen stärkeren Ausdruck zu geben. Diese Aktion drückte sehr gut aus, dass konsequenter Antifaschismus auch ein Kampf gegen das Kapital ist, ein Kampf gegen Ausbeutung!“

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„Mehrere Passanten im 5. Bezirk Margareten solidarisierten sich mit der Demo, riefen aus den Fenstern und schwenkten Fahnen. Eine Wohnung fiel besonders auf, weil ein Transparent mit der Losung „SMRT FASCHIZMU“ (Tod dem Faschismus) auf serbokroatisch ausgehängt wurde.“

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„Viel Eigeninitiative von Teil der Demonstranten machte sich auch bemerkbar, es war keine Sekunde still. Es waren sehr viele Flugblätter im Umlauf, die zu einer Buchpräsentation zum aktuellen Genozid in Indien einluden. Viele Diskussionen entwickelten sich daraus, da dieser Genozid von den kapitalistischen Medien totgeschwiegen wird. Da die mieserablen Arbeits- und Lebensbedingungen in Indien allbekannt sind, stießen die Flugblätter und die Veranstaltung am Samstag den 24. November auf viel Zustimmung und bekräftigte den internationalistischen Charakter des Kampfes gegen den Faschismus und gegen den Kapitalismus auf.“

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„Kämpferischer Antifaschismus muss antikapitalistisch sein, deshalb kann er auch nicht von einer im kapitalistischen System eingegliederte bürgerlichen Partei geführt werden, dasselbe System, das uns alle ausbeutet und unterdrückt! Die ehrlichen AntifaschistInnen und kämpferischen ArbeiterInnen müssen lernen sich selber zu organisieren und aus eigener Kraft zu kämpfen!“

Nieder mit Faschismus und Kapital, der Kampf um Befreiung ist international!

Kämpfender Antifaschismus voran!

Bericht von Marco M.

 

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