KORRESPONDENZ: Das war das Volksstimmefest 2018!

Trotz zwei Tagen andauernder Regen, wurde das Volksstimmefest von den kämpferischen AntifaschistInnen gut dazu genutzt, für die Proteste gegen die kommenden EU Gipfel und den 12-Stunden Tag zu mobilisieren. Wie jedes Jahr gab es zahlreiche Diskussionsveranstaltungen und kulturelle Beiträge.
Antifaschistische AktivistInnen stachen besonders hervor, mit einem kämpferischen und lebendigen Auftreten. Sie mobilisierten unter anderem bei einem antifaschistischer Stand in der „Initiativenstraße“ zu Veranstaltungen.
Mit Megaphon und Parolen wurde für die Veranstaltung „Nieder mit der EU! Es lebe der Internationalismus!“ aufgerufen. Für die Herrschenden in Österreich dient die imperialistische EU-Allianz unter anderem dazu, aus den unterdrückten Völker in Osteuropa und am Balkan noch mehr Profit herauszupressen. Es ist für alle ehrlichen AntifaschistInnen besonders wichtig während dem österreichischen EU-Ratspräsidentschaftsvorsitz, kraftvolle Initiativen gegen die Gipfel zu setzten. Deshalb begrüßen wir diese Initiative!

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Es waren am Volksstimmefest auch zahlreiche feministische Initiativen. Von AktivistInnen aus Lateinamerika wurde über die Proteste für legalen Schwangerschaftsabbruch in Argentinien und gegen Frauenmorde in Venezuela berichtet. Dort wurde auch von einer Aktivistin hervorgehoben, dass der Internationalismus auch hier an die erste Stelle gesetzt werden muss, weil das Patriarchat weltweit die Frauen unterdrückt.
Es gab ein Theater gegen den 12-Stunden-Tag, welches an verschiedenen Plätzen am Fest aufgeführt wurde und die wichtigsten Forderungen gegen das neue Gesetz kreativ und anschaulich darstellte.

Auch BDS (Boycott Devestment Sanctions), eine Kampagne die für den Boykott von Produkten aus den israelischen Siedlergebieten in Palästina aufruft, beteiligte sich am VSF. Aktionen oder Veranstaltungen von BDS werden oft zu verhindern versucht oder angegriffen. Wie uns berichtet wurde, gab es keinerlei Zwischenfälle, dafür aber einen guten Schulterschluss mit den AntifaschistInnen.

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Zahlreiche AktivistInnen unterstützen die Verbreitung der „Antifaschistischen Aktion – Infoblatt“, welche von den BesucherInnen gerne gekauft wurde. Außerdem wurde unsere aktuelle Erklärung gegen die EU-Allianz sehr tatkräftig verbreitet und gegen die kommenden Gipfeltreffen mobilisiert.
Feministinnen hielten am Volksstimmefest ihren „Stammtisch“ ab, mit dem Thema „Frauen gegen den 12 Stunden Tag“. Eine Aktivistin, die am „Stammtisch“ teilnahm, meinte: „Gut habe ich gefunden, dass am Frauenstammtisch gezeigt wurde, dass wir Frauen auf unsere eigene Kraft vertrauen müssen! Die proletarischen Feministinnen unterstützen die Losung „Weg mit dem 12-Stunden-Tag und nieder mit dem Kapital“, weil wir nicht nur für eine Verkürzung der Arbeitszeit kämpfen, sondern gegen Unterdrückung und Ausbeutung durch das Patriarchat und das imperialistische System. Weniger Stunden Ausbeutung ist trotzdem Ausbeutung, und bei den Frauen doppelt, weil diese ja auch noch gratis Reproduktionsarbeit machen müssen!“

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Besonders auffällig war, dass die heutige Kommunistische Partei Österreichs (KPÖ) kaum Aktionen zum 100. Jahr der Gründung der KPÖ machte, beinahe schon krampfhaft versucht sich von der einst revolutionären Partei abzugrenzen. Dafür ist umso mehr hervorzuheben, dass von Revolutionären am Samstag Abend eine Transparentaktion im Andenken an das illegale Zentralkomitee der KPÖ im Nazifaschismus gemacht wurde. Auf einem Hügel wurden Bengalen gezündet und mit Parolen und Flyern die Losungen „Alles für die Revolution! Alles für die revolutionäre Partei“ verbreitet. Dass von den reformistischen und revisionistischen Kräften keinerlei Aktionen zu diesem wichtigen historischen Ereignis gemacht wurden, zeigt vor allem dass sie überhaupt kein Interesse haben sich in die kämpferische und revolutionäre Tradition der österreichischen Arbeiterbewegung zu stellen!

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Trotz des schlechten Wetters wurde in verschiedene Aktionen und Diskussionen eine kämpferische Stimmung verbreitet, der Internationalismus und der kämpferische Antifaschismus hochgehalten. Das widerspiegelte sich in den Reaktionen vieler BesucherInnen am Fest – das gilt es bei den kommenden Demonstrationen gegen die EU-Gipfel am 8. September in Wien und am 20.September in Salzburg zu stärken und weiterzuentwickeln!

 

 

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