Ein Meer von Plastik

Nachstehenden Artikel der sich mit der Umweltverschmutzung beschäftigt, haben wir von einer AfA-Leserin erhalten, den wir gerne veröffentlichen.

Seit 1950 wurden 8,3 Milliarden Tonnen Plastik produziert, das entspricht dem Gewicht von ungefähr 1 Million Elefanten. Von dieser Menge werden heute nur noch knapp 30% verwendet.

Allein im Jahr 2016 wurden weltweit 335 Millionen Tonnen Kunststoff produziert.
Durchschnittlich landen davon jährlich 8 Millionen Tonnen in Form von Plastiktüten, PET-Flaschen, Feuerzeugen, Zahnbürsten und vielem mehr in den Ozeanen. Bis zur vollständigen Zersetzung von Plastik dauert es circa 350 bis 400 Jahre, bis dahin zerfällt es lediglich in immer kleinere Teile. Die kleinen, festen, wasserunlöslichen Partikel die kleiner als 5 mm sind, nennt man Mikroplastik.

Viel zu oft werden die bunten Plastikteile durch Tiere mit Nahrung verwechselt, woran zum Beispiel viele Vögel und Meeressäuger verenden. Aber auch Fische und andere Organismen sind betroffen. Viele Fische nehmen die Mikropartikel mit der Nahrung auf, wodurch sie im Endeffekt beim Menschen am Teller landen.

Der überwiegende Teil des Mikroplastiks in den Ozeanen gelangt jedoch durch Aktivitäten an Land in die Meere. Das Waschen von synthetischen Textilien (35 %) und der Abrieb von Reifen (28 %) während der Fahrt machen dabei den größten Teil aus, aber auch Feinstaub und Kosmetikprodukte tragen zur Verschmutzung bei.

Wenn der Plastikabfall in die Meere gelangt, bilden sich wegen der Meeresströmungen sogenannte Plastic Islands, die sowohl aus großen Plastikteilen als auch aus kleinsten Plastikpartikeln bestehen. Weltweit gibt es circa fünf dieser Plastic Islands. Einer der größten Müllteppiche ist der Great Pacific Garbage Patch. Mit einer Fläche von 1,6 Millionen km2 und einem Gewicht von 80.000 Tonnen befindet er sich zwischen Hawaii und Nordamerika. Damit ist er 19-mal so groß wie Österreich und 4,5-mal größer als Deutschland.

Der in den Ozeanen schwimmende Plastikmüll wird dabei hauptsächlich in imperialistischen Ländern (vor allem USA, EU, China und Japan) produziert. Müll aus den unterdrückten Ländern (der sogenannten 3. Welt) wird oft aus natürlichen Materialien gefertigt, die sich schnell zersetzen und dem Meeresökosystem keinen, oder zumindest wesetlich weniger Schaden zufügen.

Die Schuld an der Verschmutzung tragen somit weniger jene vielen unterdrückten Länder mit direktem Zugang zum Meer oder die Schiffe, die ihren Müll im Meer abladen, sondern vor allem die Impialisten, die in ihrem Raubzug nach größt möglichen Profiten und mit ihrer gesamten Produktionsweise die Lebensgrundlage von Millionen Menschen und Tieren zerstören.

Helene K.

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