Bericht: Demonstration gegen den „1000-Kreuze-Marsch“ in Salzburg

Am vergangenen Mittwoch versammelten sich die Klerikalfaschisten zu ihrem alljährlichen 1000-Kreuze-Marsch in Salzburg. Aufgrund der kämpferischen Proteste gegen die Klerikalfaschisten in den vergangenen Jahren, versuchen sie, die feministischen Proteste zu schwächen oder gar zu verhindern, indem sie währen der Woche am frühen Nachmittag losmarschierten – zu einer Zeit wo die Mehrheit der Frauen in der Arbeit ist, sich um die Kinder kümmern muss, usw…

Doch all diese Versuche hielten die Feministinnen nicht von der Demonstration ab! An dem Protest beteiligten sich auch noch Frauen des „Roten Frauenkomitees Linz“ und antifaschistische AktivistInnen aus Wien und Oberösterreich. Die Demonstration wurde von zahlreichen Polizisten umringt begleitet und es gab auch Störversuche durch einen Klerikalfaschisten. Der klerikalfaschistische Aktivist wurde aber aus der Demonstration herausgedrängt, was zeigt wie notwendig es ist, sich gegen Angriffe und Störversuche dieser Art zu wehren. Die Demonstration der Klerikalfaschisten, die nur 100 Teilnehmer waren, wurde von 70 Polizisten beschützt, dennoch hat es am Rande einige direkte Gegenaktivitäten gegeben.

Eine Aktivistin auf der Demonstration sagte: „Die Angriffe der Regierung gegen die Frauen werden immer aggressiver, das sieht man vor allem in den letzten Jahren, wie die Polizei gegen feministische Proteste vorgeht. Heute wurde ich mit einer Gruppe von Demonstranten nach der Demo von 6 Zivilpolizisten ständig überwacht. Sie machten das so provokant, dass es mit Sicherheit ein Einschüchterungsversuch sein sollte und sie wollten somit verhindern, dass wir uns noch an weiteren Gegenaktionen beteiligen. Die Klerikalfaschisten, die Regierung und die Polizei versuchen die Frauen vom Kampf zurückzuhalten und zu isolieren. Gerade deswegen ist es umso wichtiger, dass alle kämpferischen Feministinnen sich in diesen Fragen zusammenschließen und gemeinsam kämpfen, trotz mancher inhaltlicher Unterschiede!“

Einige Organisationen, die sonst groß von den Rechten der Frauen, Sexismus usw.. reden, beteiligten sich heuer nicht an der Demonstration. Es sind genau jene, die das Frauenvolksbegehren als Erfolg betiteln und Illusionen in des Parlament befördern, aber gleichzeitig nicht auf die Straße gehen, um für Forderungen und Ziele der Frauenbewegung zu kämpfen. Das zeigt, dass sich alle Teile der Frauenbewegung die ehrliches Interesse daran haben die Kämpfe voranzubringen, unbedingt zusammenschließen müssen, um als kräftigere Einheit in den Kämpfen vorwärts zu kommen. Wie es auch im Demoaufruf der Salzburger Feministinnen gut dargelegt wurde: „(…)es geht den „Lebensschützern“ nicht wirklich um „die Familie“, oder das Wohl von Kindern – sondern einzig und allein darum, Kontrolle über Frauen auszuüben.“ Obwohl sich die Klerikalfaschisten als „familienfreundlich“ präsentieren, unterstützen sie die frauen- und familienfeindlichen Angriffe und Politik der Regierung. In Flugblättern, die auf der Demo verteilt wurden, wurde die Notwendigkeit aufgezeigt, für die Möglichkeit der Abtreibung, als auch der Kinderbetreuung zu kämpfen, um eine wirkliche Entscheidungsfreiheit zu ermöglichen.

Trotz geringerer Beteiligung, war die oftmals kämpferische Stimmung und die Demonstration ein wichtiges Zeichen, um beispielsweise die Kämpfe für legalen, kostenlosen und flächendeckenden Schwangerschaftsabbruch weiterzuführen. Bei den weiteren Aktionen und Märschen der Abtreibungsgegner, werden die Feministinnen in Zukunft wohl, gestützt auf die Erfahrungen der letzten Proteste, ihre Einheit stärken und sich auch nicht von Repression einschüchtern lassen.

 

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