Nach dem Regen kommt die Schuldenflut

KORRESPONDENZ

Wassermassen, tausende Blitze, entwurzelte Bäume, unterwasserstehende Keller, so ist die Lage in vielen Orten Österreichs derzeit. In der letzten Woche gab es in Österreich schwere Unwetter und Gewitter. Besonders betroffen war das südliche Burgenland, Niederösterreich, die Steiermark und Kärnten. In diesen Regionen wurden in den letzten Tagen 130.000 Blitze gemessen, dazu ergoss sich ein wahrer Regenschwall. Als Beispiel sei Puchberg am Schneeberg in Niederösterreich genant, wo binnen weniger Stunden 116 Millimeter Regen vom Himmel prasselten. In einem durchschnittlichen Juni regnet es in Puchberg im gesamten Monat 120 Millimeter. Bis Mittwochabend waren über 1000 Haushalte ohne Strom. Diese Zahlen lassen ungefähr erahnen was in den letzten Tagen auf die Bevölkerung zukam. Hunderte Häuser standen und stehen unter Wasser. Man rechnet insgesamt mit einem Schaden in der Höhe von mehreren Millionen.

Auch Unwetter und die daraus resultierenden Folgen sind Teil, des vom kapitalistisch-imperialistischen System verursachten Klimawandels. Während viele Menschen mit den Folgen der Unwetter zu kämpfen haben, sitzen die Politiker im Parlament und überlegen, ab wann man wie viel Geld des Katastrophen Budget einsetzt.

Dass in den letzten Jahren das Budget für den Katastrophenschutz immer weiter gekürzt wurde, mutet nach den letzten Tagen (so wie der Erfahrungen der letzten Jahre!) wie ein schlechter Scherz an. Für Bankenrettungen und dergleichen sind Millionen und Milliarden vorgesehen, doch bei Mitteln für die „einfache Bevölkerung“ wird der Sparstift angesetzt.

Viele Menschen waren in den letzten Tagen lange auf sich alleine gestellt, mussten selbst gegen das Unwetter ankämpfen oder konnten das Schlimmste alleine wegen der Unterstützung zahlreicher freiwilliger Helfer bewältigen. Und auch das Ansuchen um eine finanzielle Entschädigung wird für die Mehrheit der Bevölkerung nicht einfach gemacht. Bevor man eine Entschädigung zugesprochen bekommt, steht ein langer bürokratischer Weg, der oft viel Zeit in Anspruch nimmt. Einfacher haben es da die diversen Unternehmen, diese bekommen eine Förderung von der Wirtschaftskammer und müssen sich sonst um nichts kümmern. Selbst anhand der Umwetter und dem Umgang mit den entstandenen Schäden, sieht man gut wem dieses System dient: den Kapitalinteressen!

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