Gelungene Veranstaltung: 80 Jahre „Anschluss“

Zum 80. Jahrestag der Annexion Österreichs durch Nazi-Deutschland, die als „Anschluss“ bekannt ist, wurde in Wien eine gelungene Veranstaltung von der Antifaschistischen Aktion, der Solidarwerkstatt, der Antiimperialistischen Koordination und der KPÖ Steiermark organisiert. Nicht ein inhaltsloses Gedenken stand dabei im Vordergrund, sondern die lebendige Debatte – um Lehren für den heutigen demokratischen und antifaschistischen Kampf daraus zu ziehen.

In verschiedenen Referaten von den beteiligen Organisationen wurde zu Fragen des Faschismus, der nationalen Frage in Österreich, dem Selbstbestimmungsrecht der Völker und Nationen und vielem mehr Stellung bezogen. Aus den Beiträgen entwickelten sich viele lebendige Diskusstionen. Als gemeinsame Schlussfolgereungen sind besonders die Notwendigkeit der Verteidigung der Neutralität, als fortschrittliches Erbe der Wiederherstellung der Unabhängigkeit Österreichs hervorzuheben. Auch die zunehmende militärische Aufrüstung der imperialistischen EU-Allianz wurde diskutiert und das erneute Streben des deutschen Imperialismus zur „Führung Europas“.

Kritisch wurde auch die These der „Kollektivschuld“ diskutiert, die von der Regierung und den bürgerlichen Parteien zu diesem Jahrestag ins Zentrum gerückt wurde. Der „Anschluss“ an ein „Großdeutsches Reich“, war nicht nur eine wichtige ideologische Grundlage eines Teils der Austrofaschisten, sondern wurde ebenso von führenden Teilen der Sozialdemokratie verteidigt. Doch schlossen sich relevante Massen der österreichischen Bevölkerung dem antifaschistischen Widerstand zur Widerherstellung der Unabhängigkeit an, der von der Kommunistischen Partei Österreichs führend organisiert wurde.

Dass es heute besonders mit dem aggressiven Kurs der „neuen“ Bundesregierung immer notwendiger wird sich als demokratische und antifaschistische Organisationen enger zusammenzuschließen, wurde auch mit dieser gemeinsamen Veranstaltung bekräftigt. Auch wenn es bei so unterschiedlichen Rednerinnen und Rednern natürlich in mehreren Fragen auch Widersprüche und unterschiedliche Standpunkte zwischen den Organisationen gab, so war es doch eine wichtige gemeinsame Veranstaltung, der auf jeden Fall weitere folgen sollten!

Eine Besucherin der Veranstaltung meinte freudig: „Mir hat vor allem gefallen, dass von diesem historischen Bezugspunkt aus, Lehren für heute gezogen wurden. Faschismus und imperialistischer Krieg sind keine bloße Frage der Vergangenheit, sondern erhalten heute in Europa wieder einen Aufschwung mit der gemeinsamen EU-Armee, dem von der EU-gestützen faschistischen Regime in der Ukraine, oder auch mit der zunehmenden „Festung Europa“.“ Dagegen gilt es sich heute zusammenzuschließen und an einem Strang zu ziehen.“

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