Portugal: Kampf der ArbeiterInnen

Portugal: Kampf der ArbeiterInnen gegen Großkonzern und Regierung

Die ArbeiterInnen des Autoeuropa-Werk (VW) streikten erstmals seit Bestehen des Betriebes. Rund 4.000 ArbeiterInnen (etwa die Hälfte davon in perkären Arbeitsverhältnissen) legten die Arbeit nieder. Grund: Einführung der Dreier-Schicht und Samstag als Regelarbeitstag, zusätzlich nur mehr alle drei Wochen zwei aufeinanderfolgende freie Tage.

Die Belegschaft äußerte ihren Unmut und der Konzern drohte die Produktion eines neuen Modells nach Spanien (Seat) zu verlagern. Die Mehrheit des Betriebsrates ließ sich damit erpressen. Die ArbeiterInnen erkannten schnell, dass sie kein Vertrauen in den Betriebsrat haben konnten und nahmen den Kampf selbst in die Hand. Kein einziges Auto verließ das Werk!

Der Streik erregte Aufsehen in den anderen internationalen Konzernen. Sie sprachen ihnen ihre Solidarität zu in Grußbotschaften.

Auch die KrankenpflegerInnen streikten im September fünf Tage lang mit der Losung „Basta!“ („Es reicht!“). Ihre Forderungen: 35-Stunden-Woche, höhere Löhne/Gehälter, automatische Lohnabhebung alle drei Jahre, Anerkennung spezialisierter Tätigkeiten.(2009 wurden im Auftrag der Troika alle Gehälter eingefroren.) Die Regierung erklärte sich zur Anerkennung der 35-Stunden-Woche bereit, versucht aber in anderen Forderungen auszuweichen.

Die beiden Branchen erlangten Solidarität vieler ArbeiterInnen aus anderen Bereichen – denn die Rebellion ist gerechtfertigt!

 

 

 

 

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