Österreichische Polizei und Kriegsgerät im Einsatz bei G20

Rund 200 Polizisten aus Österreich, darunter 20 Beamte der Cobra und 70 der Wiener Sondereinheit Wega, seien im Einsatz beim G20 Gipfel in Hamburg. Beide Einheiten, so hieß es in einer Presseaussendung des Innenministeriums, seien auf derartige Risikolagen spezialisiert. „Die deutsche Polizei hat uns um Unterstützung gebeten. Solange der Bedarf besteht, bleiben die Beamten in Hamburg“, so der Sprecher des Innenministeriums. Jene Einheiten seien bereits in der Nacht auf 8. Juli im Schanzenviertel im Einsatz gewesen.
Auch im Einsatz gegen DemonstratInnen und die Hamburger Bevölkerung ist der „Wasserwerfer 10000“. Er sei der „Hit“ der deutschen Polizei – und kommt aus (dem neutralen!) Österreich. Produziert werden diese Wasserwerfer von der Firma Rosenbauer in Öberösterreich, welche bekannt ist für Löschfahrzeuge. Dieser „Wasserwerfer“ ist aber ausgelegt und konzipiert um gegen Menschen und nicht gegen Feuer eingesetzt zu werden. Die Tageszeitung „heute“ beschrieb die Eigenschaften dieser „Panzer“ folgendermaßen:

„Der Wasserwerfer 10000 ist auf dem Mercedes-Benz Actros-Allradfahrgestell aufgebaut. Der Antrieb leistet 408 PS. Das zulässige Gesamtgewicht liegt bei 31 t. Glatte Außenwände sollen ein Erklettern des WaWe 10 verhindern und die schräge Dachform Molotowcocktails keinen Halt bieten. Die Kabine besteht aus Aluminiumverblechung auf einem Aluminiumgerippe. Die Schutzverglasung der Kabine besteht aus Polycarbonat. (…) Der WaWe 10 ist mit einem beheizbaren 10.000-Liter-Tank ausgestattet und besitzt drei Werferrohre, zwei vorne mit einem Durchsatz von bis zu 1200 l/min und einer Wurfweite von 65 Metern sowie eines hinten mit bis zu 900 l/min und einer Wurfweite von 50 Metern. (…)
Im Gegensatz zu den Vorgängermodellen ist neben einer Regulierung des Wasserdrucks auch die Veränderung des Strahlbildes möglich, was eine bessere Wasserdosierung im Einsatz ermöglicht. Eine weitere Neuerung sind die Überwachungskameras, die das Umfeld des Fahrzeuges aufzeichnen, sowie eine Mikrofonanlage, mit der die Lautsprecherdurchsagen auf Verständlichkeit hin überprüft und protokolliert werden können.
Zwei Digidos-Zumischsysteme für teils gesundheitsschädliche Reizstoffe wie CN- oder CS-Tränengas erlauben Zumischraten von 0,1 bis 1,5 Prozent. Sie können als Beimengungen und als Aerosol ausgegeben werden. Im Geräteraum werden sechs Gas-Behälter zu je 20 Liter mitgeführt.“

Der „Wasserwerfer 10000“ ist ein Kriegsgerät gegen den „inneren Feind“ – gegen Rebellionen, Proteste und Demonstrationen! Für nichts anderes wurde er produziert!

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