WIEN: „Marsch für die Familie“

Bericht: Demonstration gegen den „Marsch für die Familie“

Am Samstag den 17.6. fand in Wien nicht nur die Regenbogenparade statt, sondern auch der klerikal-faschistische „Marsch für die Familie“. Knappe 100 AktivistInnen demonstrierten gegen diesen Marsch.

Am Albertinaplatz versammelten sich ca. 100 Klerikalfaschisten gegen Abtreibung, Homosexuelle und Frauenrechte. Redner waren unter anderem Ján Čarnogurský (ehemaliger Ministerpräsident der Slowakei), Dr. Marcus Franz (parteiloser Abgeordneter zum Nationalrat), Georg Immanuel Nagel (ehemaliger PEGIDA-Sprecher), Mag. Christian Zeitz (Wiener Akademikerbund) und Dr. Alfons Adam (PRO VITA).

Die Herrschenden setzten viel Polizei mit mindestens zehn Autos, sowie viele Beamten in Zivil ein, um die Faschisten zu schützen. Die Faschisten und Polizei machten viele Fotos von den FeministInnen. Auch wurden vor und während der Kundgebung gezielt Provokateure eingesetzt.

Unter den DemonstrantInnen waren AktivistInnen vieler verschiedener linker Organisationen, aber auch unorganisierte Massen und Studentengruppen. Schon bevor die Kundgebung der Faschisten begann, wurden bereits einige AktivistInnen von der Polizei kontrolliert und aufgeschrieben, obwohl sie nur am Albertinaplatz standen und „links“ aussahen!

Kurz nachdem sich der „Marsch“ in Bewegung setzte, versuchten die AktivistInnen diesen zu blockieren. Sie wurden von der Polizei eingekesselt und es wurden Identitäten festgestellt. Die Polizei ging dabei brutal mit Schlägen und Niederringen gegen die GegendemonstrantInnen vor. Mehrere Leute wurden festgenommen.

Es ist pure Heuchelei, dass die Stadtregierung unter Führung der SPÖ und Grünen auf der einen Seite die Regenbogenparade feiert und ZEITGLEICH ihre Polizeiknüppel zum Schutz der Klerikalfaschisten gegen feministische AktivistInnen einsetzt!

Die Stimmung auf der Gegendemostartion war lautstark und lebendig. Ein Teil AktivistInnen war kämpferisch und ließen durch die Repression nicht einschüchtern!

Es ist eine sehr gute und wichtige Entwicklung, dass am Samstag mehr DemonstrantInnen für Frauenrechte und gegen die Klerikal-Faschisten in Wien auf der Straße waren als noch am 18.12.2016 beim Protest gegen den „Marsch für das Leben“.

Die nächste Demonstration gegen die Klerikal-Faschisten und für das volle Recht auf Schwangerschaftsabbruch findet in Salzburg am 25.7. statt.

Unterstützt diesen gerechtfertigten Protest! Auf nach Salzburg gegen den „1000 Kreuze Marsch“!

Klerikalfaschistischer „Marsch für die Familie“

 

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