SERBIEN: 1. Mai

Wir bedanken uns für die Zusendung und veröffentlichen im Folgenden einen Bericht der Partija Rada (PR) zum 1.Mai in Serbien. Er gibt einen guten Überblick über die Lage der Kämpfe und die Initiative der revolutionären Kräfte. [eigene Übersetzung]

Im Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens ist der 1.Mai entweder überhaupt nicht begangen, oder er findet in zweierlei Art und Weise statt: in die Natur gehen und sich entspannen, oder ein Zusammentreffen von ArbeiterInnen unter Führung der Gewerkschaften des Regimes. Märsche die überhaupt keinen Ausdruck eines ernsthaften Protests haben und überhaupt nicht die Form von Demonstrationen.

Nach dem Zerfall Jugoslawiens wurde der 1.Mai jahrelang nicht gefeiert, aufgrund des Krieges und der Zersplitterung der Arbeiterklasse. Die PR begann das erste Mal vor zirka 15 Jahren den 1.Mai zu begehen. Später begannen auch die Gewerkschaften den 1.Mai zu begehen und die PR nahm an den Protesten teil. Aber nach einigen Jahren des gemeinsamen Protests mit anderen linken Gruppen entschied die PR, sich diesen Formen des „Protests“ aktiv zu widersetzen und begann sie zu kritisieren und attackieren, die militanten Aktionen der Arbeiter unterstützend. Das führte zu den ersten Verhaftungen von Mitgliedern der PR während eines Protests durch die Polizei.

Dieses Jahr beschloss die PR direkt in die Gewerkschaften des Regimes in Belgrad und ihrem Protestspaziergang einzudringen, wo sie einen Propagandaangriff gegen die Spitzen der Gewerkschaften führte, auf ihre Kooperation mit dem System und dem Verrat an den Interessen der Arbeiterklasse aufzeigend. Das entfachte die Reaktion der Gewerkschaften des Regimes während des Protestes, die drohte zu einem offenen Konflikt mit den Mitgliedern der PR zu werden. Dieser Haltung gegenüber den Spitzen der Gewerkschaften wurde mit Zustimmung unter vielen Mitgliedern der Gewerkschaften und ArbeiterInnen begegnet. All das, mit einer steigenden Anzahl von Streiks und Aktionen von persönlichem Protest zeigt uns ein plötzliches Wiederaufflammen des Klassenbewusstseins in dieser Region.

Bei den Protesten in Belgrad waren einige tausend Gewerkschaftsmitglieder, unter ihnen, zusätzlich zu den M-L Gruppen, konnte die Teilnahme einer Vielzahl von Linken Gruppen beobachtet werden – der Reformisten und Anarchisten.

Die Begehung des 1.Mai in Tuzla (Bosnien und Herzegowina) und Slavonski Brod (Kroatien) sollte ausdrücklich erwähnt werden, auch wenn diese Proteste um einiges kleiner waren.

Revolutionäre Grüße, PR

serbien_auseinandersetzung-mai

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