1. Mai 2017 International

Nachstehend dokumentieren wir Fotos und Berichte zum 1.Mai international, von der Internetplattform „Dem Volke dienen“:

KOLUMBIEN

In Kolumbien wurde auf einer Demonstration in [?] ein internationalistischer und revolutionärer Block gebildet. Auf dem Weg der Demonstration wurden auch Transparente zur Verteidigung des Lebens und der Gesundheit des Vorsitzenden Gonzalo aufgehängt.

ECUADOR

Der 1. Mai in Ecuador wurde kämpferisch begangen, wobei auch das 100. Jahr der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution gefeiert wurde. Ein wichtiger Teil der Arbeit der Genossen an diesem Tag war auch der Kampf gegen die kommenden Regionalwahlen und die Verurteilung des kürzlich gewählten Präsidenten Ecuadors.

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BELGIEN

In Brüssel gab es eine Demonstration der Roten Hilfe International, an der sich etwa 300 Personen beteiligten.

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NORWEGEN

In Oslo organisierten Genossen einen roten Block, nach der Demonstration eine Genossenschaft und eine Infoveranstaltung. In Stavanger wurde ebenfalls ein roter Block gestellt. Dort kümmerten sich die Genossen um einen Faschisten, der versucht hatte, ihr Banner zu entreißen. Zusätzlich wurden auch in Bergen, Trondheim und Kristiansand ein Roter Block in Demonstrationen gebildet.

PERU

In Peru wurde in Lima und in anderen Städten dieses Flugblatt der Klassenbewussten Volksbewegung verteilt:

Für eine antiimperialistische und Klassenlinie in der Volksbewegung!

ES LEBE DER 1. MAI, TAG DES INTERNATIONALEN PROLETARIATS!
KÄMPFT GEGEN DIE FASCHISTISCHE, VÖLKERMÖRDERISCHE UND VATERLANDSVERKAUFENDE REGIERUNG, DIE HEUTE DER YANKEE KUCZYNSKI FÜHRT!
NIEDER MIT DEN GESETZEN GEGEN DIE ARBEITER UND DEN POLIZEIKONTROLLGESETZEN, SOZIALKORPORATIVE GEGEN DIE JUGEND UND DAS VOLK!

GEGEN DIE KRISE UND DIE HOHEN LEBENSKOSTEN! FÜR ECHTE ARBEITSPLÄTZE UND ANHEBUNG DER LÖHNE, BEZÜGE UND RENTEN!
GEGEN HUNGER, UNSICHERHEIT UND KRISE! FÜR DAS LAND, LOHN UND NATIONALE PRODUKTION!
GEGEN DIE PRIVATISIERUNG DER BILDUNG, GESUNDHEIT UND DEN VERKAUF VON PERU! FÜR DIE RECHTE DES VOLKES!
VEREINT DAS VOLK GEGEN DIE WELTWEITE IMPERIALISTISCHE AGGRESSION!
YANKEES RAUS AUS WESTASIEN, NORDKOREA UND VENEZUELA!
YANKEES RAUS AUS PERU UND LATEINAMERIKA!
ES LEBE DER KAMPF DES HELDENHAFTEN PERUANISCHEN VOLKES!

Peru, 1. Mai 2017

KLASSENBEWUSSTE VOLKSBEWEGUNG

 

KANADA

In Montreal in Kanada entwickelte sich die Demonstration zum 1. Mai zu einem Kampf gegen die Bullen, bei denen Steine, Fahnen und Pyrotechnik eingesetzt wurden.

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FINNLAND

In Finnland beteiligten sich revolutionäre Kräfte an einer Demonstration in Tampere. Dabei bildete sich ein Block hinter der Gewerkschaftsdemonstration unter der Parole „Antifaschismus ist Selbstverteidigung der Arbeiterklasse“.

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FRANKREICH

In Paris waren bei mehreren Demonstrationen über 80.000 Menschen auf der Straße. Dabei spielten die zuvor abgehaltenen Wahlen und die kommende Stichwahl zwischen Le Pen und Macron eine große Rolle, ein großer Teil der Demonstranten beteiligte sich dabei an der Demonstration, die sich gegen beide Kandidaten positionierte. Die Bullen wurden auf dieser Demonstration auch massiv angegriffen und versuchten sich mit Tränengas zur Wehr zu setzen. Einen guten Eindruck dieser Demonstration gibt dieses Video.

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USA

In Austin, USA, wurde die Demonstration der Genossen sowohl durch eine Gegenveranstaltung der Opportunisten und Revisionisten, als auch durch eine direkte Konfrontation von Faschisten angegriffen. Die Genossen selbst, die die Demonstration bewaffnet durchführen, schreiben, dass eine Schießerei nur verhindert wurde, als die Bullen ihre faschistischen Kohorten zurückhielten.

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ITALIEN

In Italien gab es in Turin Zusammenstöße von Polizei und Demonstranten, wobei die Bullen erst beworfen und dann mit Fahnenstöcken angegriffen wurden. Weiters gab es in Mailand und Tarent Demonstrationen, an denen sich Genossen beteiligten.

 

TÜRKEI

In Istanbul griffen die Bullen eine Demonstration mit Tränengas und Gummigeschossen an, die auf dem Weg in Richtung des Taksimplatzes war. Dabei sollen über 200 Menschen festgenommen worden sein.

PHILIPPINEN

In Manila wurde ein großes Flugzeug aus Pappe mit Trump als Piloten auf der 1. Mai Demonstration verbrannt.

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KANADA

In Montrealin Kanada entwickelte sich die Demonstration zum 1. Mai zu einem Kampf gegen die Bullen, bei denen Steine, Fahnen und Pyrotechnik eingesetzt wurden.

DEUTSCHLAND

Hamburg: In Hamburg organisierte das „Bündnis gegen imperialistische Aggression“ wie jedes Jahr den internationalistischen Block auf der DGB-Demonstration, die dieses Mal wieder zum Hamburger Fischmarkt führte, wo die Sozialfaschisten der gelben Gewerkschaften und der SPD ein Wahlkampfspektakel für die kommende Wahlfarce im September veranstalteten. Der internationalistische Block mit 1500 Teilnehmern setzte diesem proletarischen Internationalismus und eine kämpferische Stimmung entgegen. Das Fronttransparent des Blocks las, wie auch im Vorjahr: „Proletarier aller Länder und Völker der Welt, vereinigt euch!“ Es beteiligten sich hauptsächlich Revolutionäre aus den unterdrückten Ländern, vor allem aus der Türkei,  Sympathisanten von ADHK, ATIK, der Volksfront, des palästinensischen Befreiungskampfes und der Kämpfe der Völker Lateinamerikas. Aber es gab auch bei den Revolutionären aus der BRD eine größere Beteiligung als in den Vorjahren, was zeigt, dass der Kampf um die Verwirklichung des proletarischen Internationalismus und gegen seine Degradierung zu einer hohlen Phrase, ein wichtiger Beitrag ist, um die Kämpfe in den unterdrückten und den imperialistischen Ländern zu verbinden. Es beteiligte sich auch ein Kollektiv von Arbeitern, die mit einem eigenen Transparent im Frontblock die Arbeitsbedingungen bei DHL anprangerten. In den Reden vom Lautsprecherwagen wurde wiederholt die imperialistische Aggression, vor allem gegen die Länder Westasiens, verurteilt. Das Treffen der Imperialisten und ihrer Lakaien kommenden Juli in Hamburg beim G20-Gipfel wurde abgelehnt und der Block machte deutlich, das die antiimperialistischen Kräfte der Stadt bereit sind den Protest gemeinsam auf die Straßen zu bringen. Das entschlossene und vereinte Auftreten des Blocks verhinderte auch, dass die uniformierten Schergen der Reaktion noch einmal so dreckige Angriffe wagten, wie sie es im vorigen Jahr getan haben.

Berlin: Der zersplitterte Zustand der revolutionären Bewegung in Berlin kam dieses Jahr leider sehr deutlich dadurch zum Ausdruck, dass mehrere „revolutionäre/internationalistische/rote“ 1. Mai Demonstrationen stattfanden. Die Abwesenheit einer Kraft, die in der Lage ist alle revolutionären Kräfte der Stadt in einer Demonstration zu vereinen, wurde dieses Jahr besonders deutlich. Die Genossen vom Internationalistischen Kollektiv Berlin und dem Roten Frauenkomitee Berlin haben an unterschiedlichen Demonstrationen teilgenommen, um inmitten des Kampfes um die Einheit mit dem vielfältigen Panorama von revolutionären und antiimperialistischen Kräften herzustellen. Das dieses Jahr in Berlin eine organisierte und ausdrucksvolle Präsenz der Genossen, die für die Rekonstitution der Kommunistischen Partei Deutschlands kämpfen zu spüren war ist eine wichtige Sache.

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Magdeburg:  Ab 13 Uhr versammelten sich in Magdeburg am Olvestedt Platz einige hundert Leute zum 10. revolutionären 1. Mai. Ein Teil der Demonstranten zog Parolen rufend gemeinsam zum Kundgebungsort, der mit revolutionären Symbolen geschmückt war. Es gab Reden von verschiedenen Organisationen aus verschiedenen Teilen der revolutionären Bewegung, die unter anderem die kommenden Anti-G20-Proteste, die Notwendigkeit der Rekonstitution der Kommunistischen Partei in diesem Land, die revolutionären und Kriegsgefangenen, insbesondere in der Türkei, und auch spezifische Probleme der Region, wie die anhaltende Repression oder die „Mieten runter, Löhne rauf“-Kampagne ansprachen. Dazu gab es revolutionäre Musik, es wurden Parolen gerufen und es gab auch Spielangebote für die Jüngsten, die gerne angenommen wurden. Aus verschiedenen Städten aus mindestens drei Bundesländern waren Genossen zum revolutionären 1. Mai angereist Im Anschluss an die Kundgebung fand eine (zum ersten Mal unangemeldete) Demonstration zum Infoladen Magdeburg statt. Es waren vor allem junge Genossen, die sich die Straße nahmen. Die kraftvolle Demonstration auf der viele revolutionäre, antiimperialistische und antifaschistische Parolen gerufen wurden, fand bei vielen Passanten Zuspruch. Die Bullen hielten sich auffällig zurück und nach dem Ende der Demonstration auf der noch einmal unterstrichen wurde „Infoladen bleibt!“, wurde auf der Straße gefeiert.

Bericht des Revolutionären Aufbaus – Bremen:

Der 1. Mai stand ganz im Zeichen des kommenden Treffens der G20, welches im Juli in Hamburg stattfinden wird. Unsere Demonstrationen standen unter der leitenden Parole „Proletarier aller Länder und unterdrückte Volker, vereinigt euch – Klassenkampf statt Vaterland“. Dies machte den proletarisch-internationalistischen Charakter unseres Kampfes deutlich. Denn wir haben mit den Völkern der Welt tausendfach mehr gemeinsam als mit den deutschen Bonzen aus der Industrie oder der Politik.

Dies brachten wir auch mit der Parole „Hoch die internationale Solidarität!“ zum Ausdruck. Eine wichtige Ergänzung zu dieser Parole ist, die Parole „Solidarität heißt Widerstand – Kampf dem Faschismus in jedem Land!“. Denn in der antiimperialistischen Bewegung gibt es die Tendenz dazu die Revolution als eine Angelegenheit der Halbkolonien abzutun und sich selbst vor dem Kampf zu drücken. Die Parole „Das wahre Gesicht ihrer Demokratie – Massenmörder das sind sie!“ stellte deutlich klar, dass der bürgerliche Staat nicht erst zu bekämpfen ist, wenn er eine faschistische Form annimmt. Denn es sind westliche Demokratien, die seit 1945 diese Weltordnung aufrecht erhalten, die gerade ihre Stellvertreterkriege in Nordafrika und Westasien führen, und die Flüchtlinge im Mittelmeer ersaufen lassen. Dies ist einer der wichtigsten Inhalte, die wir der Arbeiterklasse und dem ganzen Volk erklären müssen. Der bürgerliche Staat ist weder in seiner faschistischen, noch in seiner demokratisch liberalen Form ein Mittel für die Arbeiterklasse, sondern für die Bourgeoisie! Daher riefen wir auch die Parole „Die BRD ist nicht unser Staat – Alle Macht dem Proletariat!“.

Im Laufe der Demonstrationen wurden Flyer gegen den G20 Gipfel verteilt und zahlreiche Diskussionen geführt. Sowohl in Bremen, Hamburg als auch Magdeburg setzten wir ein klares Zeichen im Sinne des proletarischen Internationalismus. Darüber hinaus stellen wir durch die Parole „Daimler, Springer, Deutsche Bank – der Hauptfeind steht im eignen Land!“ klar, dass wir nicht gegen ein abstraktes Prinzip kämpfen, sondern gegen einen konkreten Feind, gegen die Kapitalistenklasse. Deshalb benannten wir sie auch beispielhaft in der Parole.

Um klar zu stellen, dass das Volk, also die Klassen, die Gründe für die Revolution haben, in Deutschland nicht nur aus Deutschen besteht, riefen wir „Devrim, революция (Rivalyutsye), ثورة (thawra)— Für die Diktatur des Proletariats!“. Diese Parole macht klar, dass wir zwar durch die Sprache getrennt sein mögen, aber die Klassenlage uns eint. Ähnlich stellt die Parole „Von Dersim bis nach Gaza Stadt – Macht die scheiß Besatzer platt!“ den Zusammenhang zwischen dem Kampf gegen die Besatzung Kurdistans und Palästinas her.

Die Parolen „Tod dem Imperialismus – Volkskrieg bis zum Kommunismus!“ und „Nur der Griff der Massen zum Gewehr, schafft den Sozialismus her!“ drücken die Entwicklung der Theorie der Notwendigkeit der Revolution zur Errichtung der Herrschaft des Proletariats von Karl Marx über Lenin bis zu Mao Tse Tung aus. Weil hauptsächlich diese drei den Marxismus weiter entwickelt haben, rufen wir die Parole „Viva Marx! Viva Lenin! Viva Mao Tse Tung!“. Denn es ist die von diesen drei Genossen entwickelte Theorie, die in unserem Kampf fortlebt.

Mit dieser revolutionären Form unterschieden wir uns sehr vom sozialpartnerschaftlichen DGB. Um die Kritik explizit zu machen, riefen wir „Rücken krum, Taschen leer – DGB, danke sehr!“ und „Sozialpartnerschaft ist Arbeiterverrat – erkämpft die Diktatur des Proletariats!“

Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf der Demonstrationen an denen wir uns beteiligt haben. Wir haben gute Diskussionen geführt, unsere Mobilisierung für G20 begonnen und uns mit unseren Parolen inhaltlich klar positioniert.

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