„Islamophobie österreichischer Prägung“

„Islamophobie österreichischer Prägung“, ein Film der sich lohnt!

Im März kam in Österreich der Dokumentarfilm „Islamophobie österreichischer Prägung“ ins Kino. In dem Film werden vor allem Interviewausschnitte mit MuslimInnen die von Gewalt, Diskriminierung und Hetze betroffen sind, oder solidarischen Menschen und demokratische Juristen, gezeigt. Dabei entsteht ein lebendiges Bild der Atmosphäre, die seit Jahren vor allem von Politik und Medien geschaffen wird. Der Film betrachtet das Thema von mehreren Seiten, greift die Hauptpunkte aus einer demokratischen Sicht auf. Schon zu Beginn des Filmes wird gesagt, dass der antimuslimische Rassismus von heute auf zwei Beinen geht und von jeder Partei im Parlament mitgetragen wird. „Islamkritiker“ benutzen entweder „plumpe rechte“ oder „liberale intellektuelle“ Positionen, um Lügen und Hetze zu verbreiten. Die gefährlicheren Positionen sind auf jeden Fall die liberal-intellektuellen die im Dienste der Verteidigung „unserer Werte“ den angeblich rückständigen Islam bekämpfen.  Der Film zeigt einzelne Betroffene von antimuslimischem Rassismus und Gewalt, aber auch die großen staatlichen antimuslimischen Angriffe. Karim Adem Abdhalla und Abdurrahim Khalid al Walid, waren beide Opfer einer medialen und politischen Hetzkampagne. Ihre Wohnung wurde von „Anti-Terroreinheiten“ gestürmt, sie wurden verhört, ihre Wohnung wurde verwüstet,… und das nur auf die Behauptung eines Unbekannten, sie wären Sympathisanten des IS. Die mediale Hetze lief auf Hochtouren, selbst nachdem längst bewiesen war, dass alles erlogen war. Karim und Abdurrahim mussten darum kämpfen nicht aus ihrer Wohnung geschmissen zu werden und das Vertrauen der Nachbarn wiederzuerlangen.

Der größte Angriff auf die Muslime in Österreich ist jedoch das neue Islamgesetz, welches das Kernstück des Filmes bildet. Das Neue Islamgesetz ist nichts weiter als staatlicher Rassismus. Es schreibt den Muslimen vor wie sie sich gegenüber dem Staat zu verhalten haben, gleichzeitig werden ihnen demokratische Rechte weggenommen, die für andere Religionen eine Selbstverständlichkeit sind. Der Film stellt auch klar, dass dies alles in direktem Zusammenhang mit den imperialistischen Raubkriegen in z.B.: Syrien, Irak, Afghanistan, Lybien, Jemen steht. Die klare Botschaft zum Ende des Filmes: MuslimInnen, kämpft für eure Rechte, es wird kein anderer tun.

Einen schweren Kritikpunkt gibt’s am Film: Muslime aus der Arbeiterklasse, die besonders dem Rassismus am Arbeitsplatz ausgesetz sind wurden nicht interviewt. Schaut‘s euch den Film an, es lohnt sich trotzdem!

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